Herpes-simplex-Virus 1+2

Das Herpes-simplex-Virus (HSV) ist ein DNA-Virus, das in zwei Haupttypen unterteilt ist: Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) und Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-2). Beide Typen gehören zur Familie der Herpesviridae und können beim Menschen Infektionen verursachen, die sich in verschiedenen klinischen Manifestationen äußern.

HSV-1 ist hauptsächlich für orale Herpesinfektionen verantwortlich, die als Fieberbläschen oder Lippenherpes bekannt sind. Die Infektion erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt mit infizierten Haut- oder Schleimhautstellen, zum Beispiel beim Küssen. HSV-1 kann jedoch auch genitalen Herpes verursachen, insbesondere durch orogenitalen Kontakt. Nach der primären Infektion kann das Virus in den Nervenzellen des Trigeminus-Ganglions latent bleiben und bei bestimmten Auslösern wie Stress, geschwächtem Immunsystem oder UV-Strahlung reaktiviert werden.

HSV-2 verursacht hingegen überwiegend genitalen Herpes, eine sexuell übertragbare Infektion, die durch direkten Haut-zu-Haut-Kontakt während sexueller Aktivitäten übertragen wird. Die Symptome von genitalen Herpesinfektionen können schmerzhafte Bläschen oder Geschwüre an den Genitalien, Fieber und allgemeines Unwohlsein umfassen. Wie HSV-1 kann auch HSV-2 in den Nervenzellen verbleiben und zu wiederkehrenden Infektionen führen.

Diagnose:

Die Diagnose von HSV-1- und HSV-2-Infektionen basiert auf klinischen Symptomen, der Untersuchung von Haut- oder Schleimhautläsionen und Labortests, einschließlich Virusisolierung, PCR und serologischer Tests zur Bestimmung spezifischer Antikörper gegen HSV.

Behandlung:

Die Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen umfasst die Anwendung von antiviralen Medikamenten wie Acyclovir, Valacyclovir oder Famciclovir, die die Virusvermehrung hemmen und die Dauer der Symptome reduzieren können. Antivirale Medikamente können auch prophylaktisch eingesetzt werden, um die Häufigkeit von Rezidiven bei Personen mit häufigen Ausbrüchen zu verringern.

Prävention:

Zur Vorbeugung von HSV-2-Infektionen sind die Verwendung von Kondomen und die Enthaltung von sexuellen Aktivitäten während aktiver Ausbrüche wichtig. Es gibt derzeit keine zugelassenen Impfstoffe gegen HSV-1 oder HSV-2, aber die Forschung in diesem Bereich ist im Gange.