Unklare Gelenkschmerzen durch Borreliose

Unklare Gelenkschmerzen können verursacht werden durch Erreger, die bei einem Zeckenstich übertragen werden. Die Lyme-Arthritis tritt nach Auffassung diverser Autoren oft erst Jahre nach dem Zeckenstich auf. Sie betrifft insbesondere große Gelenke wie Knie, Hüfte, Schulter und Ellenbogen. Eine Behandlung der Gelenkschmerzen kann die Symptome zeitweise zurückdrängen.


Eine chronische Borreliose kann viele Symptome auslösen. Diese können je nach Phase und unterschiedlicher Ausprägung sehr unterschiedlich auftreten. Eines der führenden Symptome sind (springende) Gelenkschmerzen. Schon nach vier Wochen nach der Übertragung kann es zu Müdigkeit, Fieber, Hautrötungen und Gelenkschmerzen kommen.

 

Borreliose sollte man in die Ursachen von Gelenkschmerzen mit einbeziehen

Wenn eine Entzündung der Gelenke vorliegt, ohne dass eine Verletzung vorangegangen ist, kann das auf eine chronische Borreliose hindeuten. Es gibt viele mögliche Ursachen für Gelenkschmerzen. Die meisten Menschen mit Gelenkschmerzen oder Gelenkproblemen denken dann oft an eine Überanstrengung zum Beispiel durch Sport, an Arthrose, Gicht oder an Rheuma. Vielen ist nicht bekannt, dass auch die Erkrankung Borreliose hinter den Gelenkschmerzen stecken kann.

Die Borrelien verfügen über Tarn-Mechanismen: sie können über einen langen Zeitraum, vom Immunsystem unzureichend bekämpft, in unterschiedlichen Organen, in Gelenken, Sehnen, Knorpel, Bindegewebe oder auch im eigenen Biofilm verweilen oder in eine inaktive zystische Form übergehen (“round bodies”). Eine Aktivierung der Borrelien nach einer langen Latenzphase kommt meistens dann zustande, wenn das Immunsystem aus verschiedenen Gründen geschwächt ist. Bei unklaren Schmerzen in den Gelenken oder Entzündungen sollte neben verschiedenen Krankheiten als Ursache auch immer an eine (chronische) Borreliose gedacht werden.

Die Entzündungen der Gelenke treten oft erst Jahre nach einem Zeckenstich auf. Die Wanderröte (Erythema migrans), die sich typischerweise nach einer Borrelien-Übertragung durch Zecken um die Einstichstelle entwickeln kann (bei ca. 50 % der Patienten), ist manchmal schwer zu lokalisieren bzw. die Betroffenen erkennen dieses Warnsignal der Übertragung erst gar nicht.

Die Lyme-Arthritis macht sich durch Schübe von Schmerzen bemerkbar, die sich unter Bewegung noch verschlimmern. Die betroffenen Gelenke sind geschwollen. Bei der chronischen Borreliose sind vor allem die großen Gelenke wie Knie, Hüfte, Ellenbogen und Schulter betroffen.

 

Symptome der Lyme-Arthritis

Typische Anzeichen der Lyme-Arthritis sind:

  • Gelenkschmerzen

  • Plötzliches Anschwellen der Gelenke, ohne eine Verletzung oder Überlastung z. B. durch Sport

  • Gelenkerguss, der durch die Entzündung entstehen kann

Neben den klassischen Symptomen einer Lyme-Arthritis an den betroffenen Gelenken können sich die Symptome auch an den Knochen manifestieren. Hierbei kann es zu starken Schmerzen an unterschiedlich wechselnden Stellen am Körper kommen, ohne dass man Ursachen erkennen kann; sie können wie aus dem Nichts auch wieder verschwinden. Es kann zu starken Schienbein- und Fersenschmerzen kommen, die besonders in der Nacht verstärkt auftreten.

Häufig wird auch von wiederkehrenden Schmerzen im Rippenansatz und am unteren Rippenbogen berichtet. Begleitet werden diese Beschwerden auch von dem Gefühl eines verminderten Atemvolumens und mit einem Druck auf dem Brustkorb.

 

Springende Gelenkschmerzen besonders charakteristisch

Besonders charakteristisch ist, dass die Schmerzen der Gelenke, oder die Entzündungen an den einzelnen Gelenken „hin und her“ springen können. Mal ist das Knie betroffen, dann die Hüfte oder ein Sprunggelenk.

Äußere Anzeichen einer Gelenkentzündung durch Borrelien sind eine Schwellung, eine starke Rötung und eine Überhitzung. Am häufigsten ist das Kniegelenk entzündet, aber auch das Sprunggelenk oder der Ellbogen können betroffen sein.

Schätzungen zufolge, leiden ca. 50 - 75 % der Patienten, die eine Spätborreliose entwickeln, unter einer Arthritis. Einige Autoren gehen von einer Häufigkeit einer Arthritis bei Patienten mit chronischer Lyme-Borreliose oder mit einer späten Borreliose von weniger als 25 % aus. Auch Zahnschmerzen oder Schmerzen in den Kiefergelenken sind nicht unüblich (Spät- und chronische Lyme-Borreliose von Dr. med. Sam T. Donta).

 

Behandlung von Gelenkbeschwerden bei Borreliose

Patienten, die über einen längeren Zeitraum über Gelenkschmerzen klagen, können unter einer Lyme-Arthritis leiden. In wenigen Fällen führen die Entzündungen auf Dauer zur Zerstörung des Gelenkknorpels. Am Ende ist in solchen Fällen die Beweglichkeit des Gelenkes irreversibel vermindert.

Eine akute Borreliose im Knie lässt sich oft mit Antibiotika sehr gut behandeln. Allerdings ist selbst bei einer akuten Borreliose eine Therapie von Minimum 8-12 Wochen anzuraten. Oft ist die akute Borreliose nach einer zu kurzen Therapie nicht richtig ausgeheilt und sie kann nach einer langen Latenzzeit in eine chronische Phase übergehen. Dann ist eine längerfristige Behandlung durch Antibiotika für 6 bis 12 Monate notwendig.

Alternativ können sie sich hier über die extreme Ganzkörperhyperthermie für die Behandlung der Borreliose informieren.

Ob Sie an einer Borreliose erkrankt sind, können Sie mit unseren Borreliose-Test-Kombinationen ermitteln lassen.

 

Haben Sie noch Fragen zu Ihren Symptomen, insbesondere zu Gelenkschmerzen?

Weitere Informationen und eine unverbindliche Beratung über Borreliose und Gelenkschmerzen erhalten Sie telefonisch oder vor Ort durch unseren leitenden Arzt
Herrn Dr. med. Anton Waldherr unter Tel. 033203 879420.